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Sonntag, 10. Dezember 2017

Flammkuchen Himmel & Erde

Zwischen all dem Süßkram mal ein herzhafter Klassiker - Himmel & Erde- aber neu interpretiert!
Würzige Blutwurst, Käse, knusprige Kartoffeln, süß-säuerliche Äpfel, fein abgeschmeckt mit Zwiebeln, frischem Thymian und Frühlingszwiebelringen auf knusprigem Teig.
Das typisch deutsche Gericht auf elsässischem Flammkuchen umgesetzt, schmeckt zum Reinsetzen gut.
Flammkuchen Himmel & Erde
Zutaten:
1 Rolle frischer Flammkuchenteig
1 Becher saure Sahne
60g Gruyère
80g Blutwurst in Scheiben
1 gekochte rote Kartoffel
1 kleiner Apfel
1 kleine weiße Zwiebel
1 kleine Frühlingszwiebel, nur der grüne Teil
3 Zweige frischer Thymian
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Käse reiben. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen, halbieren und in Scheiben schneiden.
Kartoffel pellen, in Scheiben schneiden. Zwiebel, abziehen in Ringe schneiden.
Thymian waschen und trocken schleudern. Blättchen abzupfen. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden.
Flammkuchenteig aufrollen und mit dem Papier auf ein Backblech legen. Mit der sauren Sahne bestreichen. Käse gleichmäßig darauf verteilen. Blutwurst eventuell pellen und auf dem Flammkuchen verteilen. Teig weiter mit Apfel- und Kartoffelscheiben sowie Zwiebelringe belegen.
Thymianblättchen  gleichmäßig darüber streuen. Salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln.
12-15 min. auf mittlerer Schiene backen.
Mit den Frühlingszwiebelringen bestreuen und sofort servieren.

Dazu passt ein Cidre aber auch ein Bier.

Lasst es Euch schmecken!

Montag, 14. März 2016

Himmlisches Omelett

Ein Omelett ist so simpel, dass man erst mal wieder darauf kommen muss, wenn man nach etwas zum Abendessen sucht.
Kombiniert mit Tomaten, Thymian und Parmesan wird aus dem einfachen Gericht ein himmlischer Genuss.
Himmlisches Omelett 
Zutaten:
3 Eier
2 EL Sahne
Salz, Pfeffer
5 Rispentomaten
2 EL gehobelter Parmesan
1 TL Thymianblättchen

Zubereitung:
Eier mit Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eiermasse in einer Pfanne mit wenig Öl beim mittlerer Hitze stocken lassen - nicht rühren!
Tomaten waschen, trocken tupfen, halbieren.
Eine Seite des fertigen Omeletts mit den Tomaten, Parmesan und Thymianblättchen belgen, Omelett zuklappen und servieren.

Montag, 16. November 2015

Leipziger Lerchen Törtchen

Zu diesem köstlichen Traditions-Gebäck gibt es eine interessante Hintergrundstory:
1876 ließ der sächsische König Albert I. als Reaktion auf die vielfältigen Proteste von Vogelschützern die Zubereitung gefüllter Feldlerchen verbieten. Die Singvögel galten bis dahin bei wohlhabenden Bürgern als Delikatesse und wurden jährlich zu hunderttausenden verspeist. Die meisten wurden vor ihrem Abflug in den Süden gefangen, vor allem bei ihrer Rast zwischen Elbe und Saale. 
Findige Bäcker erfanden dieses köstliche Gebäck, um die enttäuschten Gaumen der Gourmets zu entschädigen. Die überkreuzten Teigstreifen ahmen dabei die Schnüre nach, mit dem die Vögel zusammengebunden waren.

Leipziger Lerchen Törtchen 

Leipziger Lerchen Törtchen 

Zutaten (12 Stück):
Teig:
250g Mehl
150g weiche Butter
70g Zucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
200g Konfitüre (Probiert ja nach Geschmack Erdbeer-, Himbeer, Orangen-, Aprikosenkonfitüre oder auch Lemoncurd. Oder füllt jedes Törtchen mit einer anderen Sorte.)
Füllung:
130g Puderzucker
2 EL Weinbrand
3 Eier
180g gemahlene Mandeln ohne Schale
2 Tropfen Bittermadelöl
30g Mehl
20g Speisestärke

12er Muffinform, 12 Förmchen

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte ein Mulde drücken. Butter in Stückchen, Zucker, Eigelb und Salz zugeben. Rasch zu einem glatten Teig verkneten, 1h im Kühlschrank ruhen lassen.
Muffinform mit Förmchen bestücken.
Teig zwischen aufgeschnittenen Gefrierbeuteln 3 mm dick ausrollen. Mit einer Tasse Kreise ausstechen und in die Förmchen drücken. Überstehendes abschneiden. Je 1-2 TL Konfitüre in die Teigförmchen geben.
Aus dem restlichen Teig mit einem Teigrädchen 1 cm breite Streifen schneiden. Kühl stellen.
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für die Füllung die Eier trennen. Die Hälfte des Puderzuckers mit den Eigelben, dem Weinbrand, dem Bittermandelöl und den gemahlenen Mandeln verrühren. Mehl und Speisestärke mischen und dazu sieben, untermischen. Eiweiß steif schlagen, dabei nach und nach den restlichen Puderzucker zugeben. Unter die Mandelmasse heben.
Die Törtchen mit der Mandelmasse füllen. Mit zwei überkreuzten Teigstreifen belegen, am Rand etwas festdrücken.
Das Gebäck auf mittlerer Schiene in 25 min. goldbraun backen. Falls es zu schnell braun wird, mit Alufolie abdecken.
Törtchen sofort aus der Muffinform nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Njamnjam!!

Dienstag, 12. Mai 2015

Rhabarber-Clafoutis

Im Januar hatte ich Euch schon einen Zwetschgen-Clafoutis vorgestellt. Jetzt zum Frühjahr müsst Ihr einen mit Rhabarber probieren! Ich habe ein super Rezept im "Lust auf Genus"-Magazin 4/2015 gefunden, und wie immer nach meinem Gusto abgewandelt: Deren Rezept sieht 6 Einzelförmchen vor — ich hab das Ganze lieber in einer großen Form gemacht, klappt prima. Außerdem habe ich mehr Rhabarber verwendet, so wird der Clafoutis noch fruchtiger. Und statt der dort vorgeschlagenen Mohnsoße habe ich eine schnelle Mohn-Sahne dazu gereicht. Seeeehr lecker :))

Rhabarber-Clafoutis
Rhabarber-Clafoutis

Zutaten:
800g Rhabarber
250g Mehl
1 TL Backpulver
5 Eier (M)
1 Prise Salz
2 EL Akazienhonig
10 EL brauner Zucker
1 Prise Zimt
275 ml Milch
Butter für die Auflauf-Form

Mohn-Sahne:
200 ml Sahne
1 Pckg. Sahnesteif
3 TL Mohnback
1 Pckg. Bourbon-Vanillezucker

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Auflauf-Form mit Butter einfetten. Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden. Mehl mit Backpulver mischen. Eier schaumig rühren. Honig, Salz, und 6 EL Zucker dazugeben, ca. 30 Sekunden weiter schlagen. Zimt und Milch nach und nach unterrühren. Mehlmischung dazu geben und unterrühren. Teig in die Form gießen. Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen. Mit restlichem Zucker bestreuen. Clafoutis in 25-30 min. goldbraun backen. Mit Puderzucker bestäuben.
Sahne anschlagen, Sahnesteif zugeben und steif schlagen. Vanillezucker und Mohnback unterrühren.
Clafoutis mit der Mohn-Sahne servieren.

Mittwoch, 29. April 2015

Spargel an grüner Soße und Erdbeersalat

Endlich ist Spargelzeit! Ich konnte es kaum erwarten, dieses leckere Gemüse endlich wieder zu genießen. Zum Saison-Auftakt stelle ich Euch eine außergewöhnliche Kreation vor: mit grüner Soße und Erdbeersalat. Reicht dazu Schinken und gebackene Drillingskartoffeln. Die Idee für diese Kombination kam mir spontan und ich versichere auch, es schmeckt wunderbar!

Macht die grüne Soße selbst, es lohnt sich. Ich habe den Klassiker moderner interpretiert und mit Avocado verfeinert, was den Geschmack der Kräuter herrlich unterstreicht.

Spargel an grüner Soße und Erdbeersalat

Grüne Soße
Zutaten (für 4 Portionen):
200g grüne Soße Kräuter
200g Schwand
300g Naturjoghurt
3 TL Senf
1 Gewürzgurke
3 Eier
1/2 Avocado
Etwas Zitronensaft, Essig, Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:
Eier hart kochen. Abschrecken, schälen und sehr klein würfeln. Kräuter waschen, trocken schleudern und ganz fein hacken.  Gewürzgurke ganz fein würfeln. Avocado schälen, halbieren, Kern entfernen, halbieren. Eine Hälfte mit Zitronensaft beträufeln und dann ganz klein würfeln. Alles mit Schmand, Joghurt und Senf mischen. Mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mindestens 1h im Kühlschrank durchziehen lassen.

Erdbeersalat:
200g Erdbeeren waschen, putzen und in Scheibchen schneiden. Fächerförmig auf Tellern anrichten. Aus braunem Zucker, Holunderessig, Salz und buntem, gemahlenem Pfeffer ein Dressing mischen. Erdbeeren damit beträufeln.

Spargel wie gewohnt zubereiten, Drillingskartoffeln kochen, mit Meersalz und Butter anbraten. Dazu Schinken reichen.

Genießt das Gericht mit einem schönen kühlen grünen Veltiner.

Donnerstag, 19. März 2015

Fisch ahoi - Roter Heringssalat

Ab und an esse ich sehr gerne Hering, so ganz klassisch in Sahne mit Pellkartoffeln. Mmmmhhhmm. In Vorfreude auf die Nordsee demnächst, war es mal wieder soweit - ich wollte Hering! Aber diesmal in Form eines anderen Klassikers, des Heringssalats mit roter Beete. Also suchte ich das alte Rezept meiner Oma heraus und schnippelte los, denn es kommt eine Menge an Zutaten, allesamt kleingeschnitten, hinein. Dann schön durchziehen lassen und los schlemmen...
Serviert als Gabel-Food machte er sogar auf einem edlen Buffet eine gute Figur:

Roter Heringssalat

Zutaten:
6 Matjesfilets (alternativ: Salzheringe - sie müssen aber vorher über Nacht in Buttermilch eingelegt werden!)
300g Roastbeef oder Kalbsbraten 
300g Kartoffeln (geschälte Pellkartoffeln vom Vortag)
150g Cornichons
150g gegarte rote Beete (aus dem Vakuumpack)
1 säuerlicher Apfel
100g Sellerieknolle, gegart
1 rote Zwiebel
2 Eier
90g Kapern
1 Bund Dill

Dressing:
100g Salatmayonnaise
150g Naturjoghurt
2 EL Rotweinessig
2 TL Dijon Senf
50 ml Brühe
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:
Eier in 10 min. hart kochen. Abschrecken und abkühlen lassen. Kartoffeln in Würfel schneiden. Heringe waschen und trocken tupfen. Ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Rote Beete in kleine Würfel schneiden (am besten mit Gummihandschuhen arbeiten). Sellerie, Zwiebeln und Cornichons fein würfeln. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Eier pellen und in Würfel schneiden. Roastbeef klein schneiden. Alles zusammen in eine Schüssel geben. Kapern zugeben.
Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Gut mit den Salatzutaten mischen. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Dill waschen, trocken schleudern und fein hacken. Zum Salat geben, nochmals gut durchmischen. 
Mit Schwarzbrot oder Pumpernickel servieren.

Montag, 16. März 2015

Flammkuchen mit Räucherlachs

Flammkuchen mit Lachs

Gefunden bei lecker.de und leicht abgewandelt sofort ausprobiert! Dieser Flammkuchen schmeckt genial und ist - mit fertigem Teig - blitzschnell auf dem Tisch.

Zutaten:
1 Rolle Flammkuchenteig
100g Schmand
100g Frischkäse
3-4 TL Meerrettich aus dem Glas
1 Spritzer Zitrone
Salz, Pfeffer
200g Räucherlachs
1 Bund Dill
1 Glas Forellenkaviar

Zubereitung;
Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Flammkuchenteig mit Papier direkt auf einem Blech entrollen. Schmand mit Frischkäse, Meerrettich, Zitrone, Salz und Pfeffer verrühren. Teig damit bestreichen, 12-15 min. backen.
Dill waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, mit Lachs belegen und die Hälfte des Dills darüber streuen. Weitere 2-3 min. backen. Heraus nehmen und mit Forellenkaviar belegen, mit restlichem Dill bestreuen und servieren. 
Genießt ihn mit einem Glas Crémant d'Alsace.
Bon appetit!

Dienstag, 10. März 2015

Carrot Cake

Letztes Jahr in Südafrika kamen wir in einem reizenden Café in den Genuss eines wunderbar saftigen Carrot Cake. Ich kannte von früher nur die Rüebli Torte - typisch eben wenn man an der Schweizer Grenze groß wird ;) Allerdings schmeckte die anders und war statt mit einer leckeren Creme mit Zuckerguss überzogen.
Ich fragte mich, worin der Unterschied genau liegt und habe daraufhin mal recherchiert. In der Tat sind die original Aargauer Rüebli Torte und der angelsächsische Carrot Cake recht verschieden: Im Carrot Cake werden Öl satt Butter, Walnüsse statt Mandeln, Sultaninen und viel mehr Karotten verwendet und statt des Zuckergusses gibt's ein Cream Cheese Frosting.
Ein runder Geburtstag in der Familie bot die Gelegenheit mal beide Rezepte auszuprobieren und die Meinung vieler Testesser einzuholen.
Das Rezept für die Rüebli Torte habe ich aus dem Buch "Myriams Kuchen, Tartes und Co." von Myriam Zumbühl. Das für den Carrot Cake habe ich auf allrecipes.com gefunden und etwas abgewandelt.
Einhellige Meinung war, dass der Carrot Cake besser schmeckt, weil deutlich saftiger. Auch das Creme Cheese Frosting kam sehr gut an.
Da ich aber von früher die Rüebli Torte auch als recht saftig in Erinnerung habe, werde ich da noch weiter nach Rezepten suchen und durchtesten. Sobald ich fündig geworden bin, bekommt ihr dann auch dieses Rezept!
Hier und heute gibt's aber nun das Carrot Cake Rezept:

Carrot Cake
Carrot Cake
Zutaten:
4 Eier
300 ml Pflanzenöl
200g brauner Zucker
200g weisser Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
250g Mehl
2 TL Natron
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
2 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlene Muskatnuss
400g Karotten
125g gehackte Walnüsse
4 TL Sultaninen

Frosting:
200g Frischkäse
125g weiche Butter
450g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
12 Marzipan-Karotten zur Dekoration

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad (Ober-, Unterhitze) vorheizen. Eine 26 cm Springform einfetten und mit Mehl bestäuben. Karotten, schälen und fein raspeln.
Eier, Öl, Zucker, Vanillezucker verrühren. Mehl mit Natron, Backpulver, Salz, Zimt und Muskatnuss mischen. Portionsweise unter die Eiermasse rühren. Nüsse, Karotten und Rosinen unterheben. In die Backform füllen. 40 - 50  min. backen. Stäbchen-Probe machen!
In der Form 10 min. abkühlen lassen, dann heraus nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Für das Frosting Frischkäse, Butter, Puderzucker und Vanillezucker gut verrühren. Den Kuchen komplett damit besteichen. Mit den Marzipan-Karotten verzieren.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Gefüllte Paprika mit Schafskäse und Lamm

Gefüllte Paprika sind ja ein Klassiker. Schmeckt immer gut, ist schnell gemacht.
Oder ist hier doch einer, der nicht damit groß geworden ist? Bitte melden! Allerdings kennt man dann vielleicht auch nur die ganz klassische Variante mit gemischtem Hackfleisch.

Ganz arm dran sind diejenigen, die das gute Gericht nur aus Kantinen kennen, wo man Ihnen eine  angebrannte Paprika mit einem harten Fleischknubbel drin serviert ... Eher zum Abgewöhnen.

Mit zartem Lammhack, Feta und Thymian in einer extra delikaten Soße aber kommt das einfache Gericht ganz wunderbar aromatisch und speziell daher, bleibt aber trotzdem einfach in der Zubereitung.

Gefüllte Paprika mit Schafskäse und Lamm
Zutaten (f. 2 Personen):
4 rote Paprika 
300g Lammhack (frisch beim Metzger machen lassen)
1 Ei
1/2 trockenes Brötchen
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1/2 Bund Thymian
75g Schafskäse
Salz, Pfeffer
1 Dose geschälte Tomaten
100 ml Brühe
100 ml Weißwein
Chili aus der Mühle
1-2 TL Aceto Crema Albicocca

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Brötchen in Wasser einweichen. Schalotte abziehen und fein hacken. Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Thymianblättchen abziehen. Hack mit gut ausgedrücktem Brötchen, Schalotte, Knoblauch, Thymian, Ei, Salz und Pfeffer gründlich vermischen. Schafskäse würfeln. 
Von den Paprikaschoten jeweils den Deckel abschneiden, Kerne und dicke Trennwände entfernen, Schoten waschen. Die vorbereitete Hackfleischmasse in die Schoten füllen, mit den Schafskäse-Würfeln spicken, Deckel wieder aufsetzen. Schoten in einen Schmortopf setzen. Tomaten, Brühe und Wein darum herum gießen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt im Backofen ca. 30 min schmoren. 
Paprika heraus nehmen, Soße in einen Topf gießen, mit Chili, Salz, Pfeffer und Aceto Crema Albicocca abschmecken, ggfs. abbinden. 

Dazu passt Reis oder Baguette und ein grüner Salat.
.....das Leben ist schön :))

Donnerstag, 15. Januar 2015

Maexies Allerlei mit Scampi

Maexies Allerlei mit Scampi
Angeregt durch mehrere Artikel zum Leipziger Allerlei kommt hier meine Interpretation dieses Traditions-Gerichts.

Zutaten:
200g frische Scampi
1 Bund grüner Spargel
300g Möhren
150g TK-Erbsen
1 Frühlingszwiebel (nur der grüne Teil)
1 kleine Zwiebel
100 ml Weisswein
300 ml Gemüsefond
140 ml Sahne
60g Parmesan
2EL Olivenöl
50g Butter
2 TL Soßenbinder weiß
Salz, Pfeffer, Muskat

1 Rolle frischer Blätterteig
1 Eigelb
Etwas Sahne

Zubereitung:
Zwiebel schälen, fein würfeln und in Öl glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und auf die Hälfte einkochen lassen. Mit Gemüsefond und Sahne auffüllen und weitere 5 min. einkochen lassen. Dann 5min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Käse zugeben und weitere 5 min. unter gelegentlichem Rühren leicht köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Speisestärke mit 5 EL kaltem Wasser anrühren und die Soße damit abbinden. Soße warm stellen.
Scampi waschen und ggfs. putzen, halbieren.
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blätterteig aufrollen und in 12 Dreiecke schneiden. Eigelb mit Sahne verrühren, Blätterteigdreiecke damit bestreichen. Im Backofen in 15-20 min. goldbraun backen.
Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Spargel evtl. im unteren Drittel schälen, putzen, in 2 cm Stücke schneiden. TK Erbsen nach Packungsanweisung entweder im Topf oder in der Mikrowelle garen. Abgießen und warm stellen. Möhren in kochendem Salzwasser 8 min. garen, nach 4 min Spargel zugeben. Abgießen und warm stellen.
Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. In Butter anschwitzen, dann Scampi zugeben und ca. 3 min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Soße mit dem Gemüse und den Scampi mischen. Mit den Blätterteigdreiecken auf Tellern anrichten.
Ein Weissburgunder passt gut dazu.

Alternative: Statt mit Scmapi auch mal mit Hähnchenbrust probieren.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schweizer Klassiker: Wurstweggen

Heute kredenze ich Euch mal ein ganz altes Rezept aus der Schweizer Küche - Wurstweggen.

Schweizer Klassiker: Wurstweggen

Ich bin ja im Dreiländer-Eck Schweiz/Frankreich/Deutschland aufgewachsen und hatte daher das Glück nicht nur in die Genüsse der badischen und elsässischen Küche zu kommen, sondern auch die exzellente Schweizer Küche kennen zu lernen: Echte Schweizer Rösti, Zürcher Geschnetzeltes, Eglifilet mit Mandelbutter, Butterzopf, Basler Leckerei, Bieberli, Zuger Kirschtorte, Vermicelles etc um nur einige der Leckereien zu benennen. hhhmmmmmm...

Ich hab mal ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass Wurstweggen offenbar schon in einer Quelle aus dem Jahr 1863 erwähnt werden! Also, ein echtes Traditionsrezept. Ich kenne Wurstweggen von meiner Oma und habe sogar noch das Rezept gefunden, nach dem sie sie das erste Mal zubereitet hat. Das stammt aus einer Migros-Zeitung von 1998!

Wurstweggen sind was ganz Einfaches, aber immer lecker und, was ich ja so gerne mag - schnell zubereitet. Es gibt ganz verschiedene Zubereitungsarten, ich stelle Euch heute mal meine vor:

Zutaten:
1 Rolle Blätterteig
1 Ei
etwas Sahne
Füllung:
1 Bund Petersilie
2 Frühlingszwiebeln
50g Parmesan
Salz, Pfeffer
200g Bratwurstbrät (oder alternativ gemischtes Hackfleisch)
wenn ihr Hackfleisch verwendet:
1/2 trockenes Brötchen
1 Ei

Petersilie waschen, trocken schleudern und fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Parmesan reiben. Alles mit dem Brät zu einer glatten Masse mischen, abschmecken. Bei der Verwendung von Hackfleisch: Brötchen in Wasser einweichen, gut ausdrücken. Mit dem Ei und den restlichen Zutaten der Füllung zu einer glatten Masse mischen.
Auch hier gilt: gut würzen, es wird sonst nachher zu fade. Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Ei trennen. Blätterteig in 4-6 gleich große Stücke schneiden. Die Füllung gleichmäßig auf die Stücke verteilen: entweder als längliche Würstchen mittig oder als quadratische Häufchen in der der unteren Hälfte der Teigstücke. Rand lassen. Die Ränder mit Eiweiß bestreichen und - je nachdem - die Teilstücke längs oder quer zusammenklappen. Ränder ringsum mit einer Gabel fest zudrücken. Oben mit einer Gabel mehrmals einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Eigelb mit etwas Sahne verquirlen, die Weggen damit betreichen. Im Ofen in 20 min goldbraun backen.
Dazu passt ein gemischter Salat.



Montag, 6. Oktober 2014

Herbst-Klassiker: Zwiebelwaie (Hochdeutsch: Zwiebelkuchen)

Zum Herbst gehört für mich der badische Klassiker: neuer Wein und Zwiebelwaie. Heute Abend haben wir mit Freunden zwei verschiedene Versionen gegeneinander getestet: eine etwas höhere Quiche-artige mit Mürbeteig-Boden vs einer flacheren mit Hefeteig(Pizzateig)-Boden. Der mit Mürbeteig - so hatte ich gelesen -  soll im Gegensatz zum dem mit Hefeteig auch kalt (bzw. am nächsten Tag) noch gut schmecken, wohingegen der mit Hefeteig schlabberig werden soll.

Natürlich diskutierten wir auch, wie man das Tränenmeer beim Zwiebelschneiden vermeiden könnte. Meine Erfahrung ist, dass es mit Kontaktlinsen weniger zu Tränen reizt als mit Brille. Lt. unserem Freund soll man Tränen vermeiden können, indem man dabei eine Schwimmbrille aufsetzt. Leider hatte er sie nicht dabei... Definitiv tränenfrei erledigt man das Ganze, indem man andere schneiden lässt ;))) Danke Ihr Lieben.

Unser Favorit heute Abend war die Hefeteig(Pizzateig)-Version:
Zwiebelwaie mit Hefeiteigboden














Aber den anderen will ich Euch auch nicht vorenthalten:
Zwiebelwaie mit Mürbeteig


Basis war das Zwieblwaie-Rezept aus "Badisch Backen", ein Kochbuch des wunderbaren Cafe Decker in Staufen.

Zutaten:
Mürbeteig:
250g Mehl
125g weiche Butter
10g Salz
125 ml Wasser

Hefteig:
Wir haben einen fertigen frischen Pizzateig genommen.

Belag:
1200g Zwiebeln
100g Butter
350g gewürfelter Speck

Guss:
250ml Sahne
100ml Milch
40g Mehl
3g Salz
4 Eier
1 TL Paprikapulver
Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
Mürbeteig: Salz in Wasser auflösen. Mehl und  kleingeschnittene weiche Butter ineinander reiben. Salzwasser zugeben, alles schnell vermengen und zu einer Kugel formen. Nicht kneten.  30 min kalt stellen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Dann zu einem Kreis ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
Pizzateig aufrollen, einen Rand formen und mit Backpapier auf ein Blech setzen.
Zwiebeln schälen. halbieren und in feine Ringe schneiden. Mit Butter glasig dünsten, sie müssen gut weich werden, aber nicht anbräunen. Etwas abkühlen lassen und mit dem Speck auf dem Teig verteilen. Wir hatten den Speck gemäß Rezept nach dem Guss auf die Waie gestreut, allerdings danach festgestellt, dass es besser wäre, sie unter den Guss zu geben.
Bis auf die Eier alle Guss-Zutaten glatt rühren, dann Eier zugeben und gut verquirlen. Die schaumige Masse über die Zwiebeln gießen. Hefeteig-Version in 20 min, Mürbeteig-Variante in 30 min goldbraun backen.

Morgen teste ich, wie die Mürbeteig-Variante kalt schmeckt ...






Mittwoch, 27. August 2014

Linsen mit Spätzle und Soita-Würscht

Ich habe das aktuelle "Lust auf Genuss" Magazin (9/2014) vor mir liegen und fast alle Seiten markiert. Hier werden traditionelle Rezepte neu interpretiert und das klingt so lecker, dass man alles am liebsten sofort probieren möchte.
Heute Abend habe ich auch direkt eines getestet. Als Badener hat man es ja eigentlich nicht so mit den Schwaben, aber da ich schon früh eine Freundin hatte, die aus dem Schwäbischen kam, fehlten mir Berührungsängste. Und die Schwaben können lecker kochen - ich liebe gut gemachte Maultaschen und stand schon immer auf Linsen mit Spätzle. Logisch, dass ich also die Version dieses Gerichts von "Lust auf Genuss" probieren musste.
Also um es kurz zu machen: NJAM!!

Linsen mit Spätzle
Linsen mit Spätzle und Soita-Würscht


Zutaten für 4 Portionen:

150g Alb- oder Puy-Linsen
150g fertige Spätzle (aus der Frischetheke - nehmt die teureren aus Schwaben, das lohnt sich oder macht sie selber)
je 1 Handvoll Friseesalat und Rucola
12 Cocktail Wienerle oder Frankfurter Würstchen
3 EL Kräuteressig (ich hab statt dessen eine Mischung aus Feigenessig und Mirabellenessig genommen)
1 EL Senf fein, 1 EL Senf grob (ich nehme Dijon-Senf fein und grob)
1 EL Honig
6 EL Sonnenblumenöl
1 TL Nussöl
je 1 Bund Schnittlauch und Petersilie 
Sals, Pfeffer

Zubereitung:

Linsen in kochendem Wasser ohne Salz ca 20 min garen, sie sollten noch Biss haben
Spätzle zu den Linsen geben, einmal aufkochen und in ein Sieb abgießen. Mit kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen. 
Frisee und Rucola putzen, waschen, trocken schütteln.
Würstchen mehrmals einschneiden. Essig mit Senf, Honig, 4 EL Sonnenblumenöl und Nussöl verrühren. Petersilie hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden und beides unterrühren. Linsen/Spätzle mit der Vinaigrette vermischen und mit Salz, Pfeffer und evtl. noch etwas Essig abschmecken.
Würstchen in einer beschichteten Pfanne in 2 EL Sonnenblumenöl in 6-8 min knackig braten. 
Anrichten.

Dazu kann man einen Württemberger Trollinger Weissherbst oder ein Weissbier trinken.